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DAS GEHIRN:

DER WICHTIGSTE TEIL DER HÖRLÖSUNG

Es ist nie zu spät, einem Hörverlust entgegen zu wirken. Unsere Erfahrung zeigt, je früher die Hörminderung korrigiert wird, umso besser schützt man die kognitiven Funktionen und Fähigkeiten.

Mehr Leistung

Menschen mit unversorgtem Hörverlust schränken nach unserer Erfahrung ihr gesellschaftliches Leben immer stärker ein. Mit der Nutzung von Hörgeräten wirkt man dem entgegen. Hören als solches, sowie soziale Aktivitäten grundsätzlich, stimulieren das Gehirn maßgeblich. Durch Hörreizung der Hirnrinde und anderer Hirnregionen verringert sich das Risiko eines beschleunigten Rückgangs an Hirnleistung bezüglich Gedächtnis und Denkvermögen.

Der Hörprozess

Wir unterscheiden den Hörprozess in zwei Bereiche:

Wir unterscheiden den Hörprozess in zwei Bereiche:

  • Peripheres Hören: Alles was wir hören können nimmt seinen Weg über Außen- und Mittelohr und gelangt weiter zum Innenohr. Hier wird der Schall zu einem Nervenimpuls und „dringt“ ins Nervensystem ein.
  • Zentrales Hören: Der Schall existiert jetzt nur noch als Nervenimpuls und wird als elektrischer Reiz über Milliarden von Synapsen (Nervenverknüpfungen) zur Verarbeitung durch verschiedene Hirnareale geführt.
    WIE FUNKTIONIERT DAS GEHÖR?

Die Hörentwöhnung

(ZU)HÖREN – Leider verlernt

Ein Hörverlust bedeutet Reizverlust. Schon ein leichter Hörverlust kann große Auswirkungen in den Hörimpuls verarbeitenden Hirnregionen haben. Das Gehirn verlernt sehr schnell, Geräusche zu verarbeiten, zu selektieren, zu interpretieren und zu orten. Menschen mit Hörverlust verlernen schlichtweg Hörreize zu verarbeiten. Sie spüren dies am meisten am schlechten Sprachverstehen. Wir sprechen von einer Hörentwöhnung.

Verstehen muss trainiert werden

Ohne Hörverlust kann man Gesprächen in lauten Umgebungen mit weniger Anstrengung folgen. Menschen mit Hörverlust bereiten komplexe Geräuschsituationen große Schwierigkeiten.

Sprache besteht aus einer Vielzahl an verschiedenen Klängen, die innerhalb einer sehr kurzen Zeit vom Gehirn zu einem sinnvollen Sprachmuster zusammengesetzt werden. Dabei bewältigt das Gehirn eine riesige Informationsmenge. Wenn ein Hörverlust vorliegt hat genau DAS Training gefehlt.

Nur die Hörgeräteanpassung reicht nicht

Mit unseren Hörgeräten versorgen wir grundsätzlich den Hörfehler des peripheren Hörens – glaubt man am Anfang einer Hörgeräteversorgung zwangsläufig. Aber wir von Helfer Hörsysteme wissen, dass alleine die Verstärkung des Schalls, also das Lauter machen der fehlenden Informationen unseren Kunden alleine nicht hilft. Wir wissen, dass ein Hörverlust fast immer schon Auswirkungen auf das Hörgehirn gehabt hat. Genau hier und jetzt setzt unser zeitstufiges Hörtraining an.

Was ist ein Hörtraining?

Unsere Hörtrainings sind Ihre Reise zurück zum besseren Verstehen. Wir konditionieren Sie in Ihrer Wahrnehmung und helfen Ihnen als Ihr Trainer auch mentale Barrieren zu durchbrechen. Sie lernen, wie ein Leistungssportler, Ihre Grenzen der Wahrnehmung zu verschieben. Dadurch werden Sie langfristig dem nahezu normalen Hören wieder sehr Nahe kommen. Einfach gesagt: Ein Hörtraining dient dem Aufbau neuer Verknüpfungen zwischen peripherem Hören (Hörorgan) und zentralem Hören (Gehirn, verschiedene Areale).

Hörtraining - Der Nutzen

Die Vorteile vom Hörtraining im Überblick:

  • Verdrängung der Hörentwöhnung
  • Erhalt und Förderung der Hörverarbeitung
  • Reduzierung von Konzentrationsstörungen
  • Verbesserung des Richtungshörens (dadurch vielleicht sogar Reduktion von Schwindel)

Unsere Hörtrainings wirken durch die sogenannte psycho(gehirn)akustische Stimulation der riesigen Hörverarbeitungsbereiche des Gehirns. Hörreizverarbeitung macht unser Gehirn in normalhörendem Zustand zum großen Teil unterbewusst. Ziel der Trainings ist, dass Sie lernen den Fokus wieder auf die gewünschte Informationsquelle zu lenken. Sie lernen bewusst und unterbewusst wichtige Geräuschen von unwichtigen zu trennen, ja sogar auszublenden.

Was braucht man zum Hörtraining?

Modul 1

Sie brauchen den Entschluss, etwas ändern zu wollen. Die erste Stufe des Hörtrainings erfolgt mit den Hörgeräten, die Sie sich in der Probephase der Hörgerätversorgung auswählen. Schon beim ersten Probetragen beginnt Ihr Training. Wir Hörakustiker erklären Ihnen Handhabung, Einstellung, besprechen Zieleinstellung und zeigen Ihnen im Abgleich, wie subjektive Einstellung und objektive Zieleinstellung zueinander in Bezug zu bringen sind. Sie erkennen, wie stark Sie entwöhnt sind und freuen sich mit uns auf die Reise zum besseren Hören und Verstehen. Die erste Stufe des Hörtrainings ist bei fast 95 Prozent unsere Kunden erfolgreich.

Es kommt jedoch vor, dass Hörverluste von unseren Kunden erst nach 15 Jahren und mehr mit Hörgeräten korrigiert werden. In diesem Fall empfehlen wir Modul 2 des Hörtrainings zu testen.

Modul 2 – Wahrnehmungstraining

Für Modul 2 des Hörtrainings erhalten unsere Kunden einen kleinen, leicht zu bedienenden Trainingsapparat. Nach erfolgreicher Anlernphase in die Bedienung des Trainingscomputers, trainiert unser Kunde nach Möglichkeit täglich für 15 bis 30 Minuten. Unsere Kunde dokumentiert dabei den Trainingserfolg. Nach circa 4 Wochen wird der Trainingserfolg in unseren Geschäften mit den Hörakustikern besprochen und der weitere Trainingsablauf abgestimmt.

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